Einstieg

Zunächst einmal bist du vermutlich überhaupt erst hier gelandet, weil du das Gefühl hast, dass irgendwas nicht stimmt – und dass es wohl irgendwas mit deiner Selbstwahrnehmung und/oder Wahrnehmung anderer deiner Person zu tun hat.

Ist deine geschlechtliche Identität richtig? Fühlst du dich richtig eingeordnet? Ja?

Dann gibt es hier vermutlich nicht viel, das dich ansprechen könnte.

Hast du hingegen das Gefühl, dass etwas falsch ist? Wärst du eigentlich lieber gerne anders? Ja?

Ich kann dir dabei natürlich nicht bei allem helfen. Wenn es aber grundsätzlich darum geht, dass du mit dem Geschlecht, das man dir aufgrund deiner Anatomie zu Geburt zuordnete, nicht einverstanden bist, dann finden sich hier jede Menge nützliche Informationen für dich. Denn das ist das spezielle Thema.

Diese Seiten sind kein juristischer Ratgeber und auch keine ferndiagnostische Arztpraxis. Hier finden sich nur Tipps und Erfahrungen von Betroffenen. Sei dir also immer bewusst, dass diese Ratschläge unter Vorbehalt gelten. Zu allen juristischen und medizinischen Fragen solltest du dir dann im Detail Auskunft von verlässlicher Quelle holen.
Machen wir es doch mal ganz einfach und von Anfang an;

Stell dir vor, eine Fee würde dich nachts besuchen und dir einen nicht-materiellen Wunsch gewähren, was du gerne an deinem Leben und dir selbst verändern würdest.

Was wäre das?

Und vergiss die ganze Erwartungshaltung deiner Umwelt und all die Konventionen – denn die zwingen dir auch wieder nur etwas auf.

Ab diesem Punkt hast du vielleicht schon eine grobe Vorstellung, wie du wirklich hättest sein sollen. Denn nicht jeder Mensch mit einer Fehldiagnose an seiner sexuellen Identität ist einfach in Wirklichkeit genau das andere. Die Natur unterscheidet uns anatomisch nur binär (=2 Varianten). In den Köpfen gibt es aber viel mehr. Nicht alle Männer sind Holzfäller und nicht alle Frauen Hausfrauen. Dies sind willkürliche Beispiele, die keinerlei Bewertung darstellen.

Ich werde hier keine Aufzählung vornehmen, da ich

  • Garantiert viele vergessen würde
  • Die Hälfte falsch beschrieben wäre
  • Gefahr laufe, dich wieder mit Vorlagen zu beeinflussen.

Daher musst du selbst herausfinden, was du als falsch an dir erachtest.

Die heutige Gesetzeslage und Medizin kann dir aber nicht alles bieten, was du vielleicht gerne hättest. So wie die Medizin dir keine vier Arme und Feenflügel verschaffen kann (oder will?), so kannst du dich nicht juristisch zum asexuellen Schuhschrank erklären lassen. Ist das fair? Das lassen wir dahin gestellt. Was wir dürfen, ist Lage A auf ebenfalls bereits natürlich bekannte Lage B angleichen lassen. Ein jurstisches Weibchen kann sich zum Männchen umfirmieren, und aus einem Penis kann eine Neovagina konstruiert werden.

Der Korrektheit halber kann aber auch Frau Eva, laut Urkunden als Adam geboren, trotzdem einen Penis behalten. Das ist weder verwerflich, noch irgendwie technisch ein Problem. Von diesen binären A-oder-B-Gedanken müssen wir uns endlich befreien.

Wie es weiter gehen könnte/sollte/müsste, erfährst du im Artikel: Ich habe einen Plan (in Arbeit).